.. Der Sanierungsfall 2002 bis dto. - Allgemein ..

.. Die Baumaßnahmen erwiesen sich als Schwierige, da nach der Flut festgestellt werden mußte, daß die gesamte innere Fachwerkonstruktion der Kirche desolat und die Kirche einsturzgefährdet war. - Die 2005 vorhandenen Flutspendengelder der kirchlichen Initiative "KiBa" wurden für die Wiederherstellung der Standsicherheit und Neuerrichtung der südlichen Wand verwendet - Kirchengemeinde und Initiativkreis hoffen,daß die Arbeiten an den Außenwänden in 2006 abgeschlossen werden können

... Um ungehindert und ohne Zerstörung der Inneneinrichtung diese Sanierungsarbeiten durchführen zu können, war der Rückbau vom Kanzelaufgang und des Chorgestühles unumgänglich.

Die Kirche wurde laut Jahreszahl über dem Eingang 1632 errichtet. Die Kanzel, einschließlich des Vorbaues, ist mit großer Sicherheit noch aus der Originalausstattung und weitgehenst unberührt. Vermutlich hat dieser Vorbau auch als Beichtstuhl gedient.

Das Chorgestühl kann ebenfalls aus der Bauzeit stammen, wobei es unter der Empore etwas gedrückt wirkt. Auch die "Handschrift" der Fassung weicht von der der Kanzel ab. Auf jeden Fall war an dieser Stelle seit der Bauzeit eine entsprechende Konstruktion. Die Außenwand auf der Rückseite zeigt noch ihre Fachwerksichtigkeit. Es kann vermutet werden, dass dieser Rauputz auf den Ausfachungen vielleicht der Zustand unmittelbar nach der Bauzeit war. Vielleicht nur kurze Zeit später wurde der gesamte Innenraum neu ausgeputzt. Aus dieser Zeit kann die Inschrift über der Sanduhr an der Kanzel stammen. Vor dem Wiedereinbau sollte eine restauratorische Bearbeitung erfolgen. ..

Kanzel mit Aufgang der Kirche zu Labrun Die Kanzel:
.. Die Kanzel, einschließlich des Aufganges (vermutlich hat dieser auch als Beichtstuhl gedient) , befanden sich noch in ihrem Originalzustand. Sämtliche Verbindungen waren noch nie gelöst wurden. Alles war mit schmiedeeisernen Nägeln, ohne Leim zusammengehalten. Auch die Fassung liegt in einem nicht überarbeiteten Zustand vor. Hier sind partielle Sicherungsarbeiten vorzunehmen. Stellenweise gibt es Abhebungen, teilweise schon Verluste. Die Demontage konnte so erfolgen, dass die meisten historischen Nägel erhalten blieben und bei der Montage an gleicher Stelle wieder zum Einsatz kommen. Die eigentliche Kanzel ist eine in sich geschlossene Konstruktion und mit großen geschmiedeten Nägeln an der Wand befestigt. Bei einer Demontage würde diese historische Befestigung zerstört werden. Es sollte versucht werden, die Sanierungsmaßnahmen an der Außenwand so durchzuführen, dass die Kanzel davon unberührt bleibt. Sollte dies nicht möglich sein, so ist die Kanzel nur mit Hilfe eines Gerüstes abzunehmen. ..